COVID-19 n

COVID-19

 

Hauptübertragungsweg: Tröpfchen/Aerosole


Häufige Symptome: Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Lungenentzündung


Risikogruppen: Ältere und hochbetagte Menschen, Vorerkrankte


 

SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) ist ein neues Beta-Coronavirus, das Anfang 2020 als Auslöser von COVID-19 identifiziert wurde. Zu den Beta-Coronaviren gehören u. a. auch SARS-CoV und MERS-CoV. Coronaviren sind unter Säugetieren und Vögeln weit verbreitet. Sie verursachen beim Menschen vorwiegend milde Erkältungskrankheiten, können aber mitunter schwere Lungenentzündungen hervorrufen. COVID-19 kann sich in vielfältiger Weise und nicht nur in der Lunge, sondern auch in anderen Organsystemen manifestieren. Seit Mitte 2020 häufen sich Hinweise auf mögliche längerfristige gesundheitliche Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion auch bei Personen mit einem leichten oder symptomarmen Krankheitsverlauf. Dabei wird über sehr unterschiedliche Beschwerden und Symptome berichtet, die über Wochen und Monate fortbestehen, phasenweise wieder auftreten oder auch neu hinzukommen können. Zu den häufig berichteten Beschwerden, die allein oder in Kombination auftreten können, zählen Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und -schmerzen sowie psychische Probleme wie depressive Symptome und Ängstlichkeit. Darüber hinaus werden auch eine Verschlechterung der Lungenfunktion sowie andere Organkomplikationen wie Leber- und Nierenfunktionseinschränkungen, Herzmuskelentzündungen und das Neuauftreten eines Diabetes mellitus beobachtet.

 

COVID-19 bei Kindern & Jugendlichen

Derzeit leben in Österreich ca. 1,2 Mio. Kinder zwischen 0 und 14 Jahren. Mit Stand vom 9. Juni 2021 lag bei 59.440 österreichischen 0–14-Jährigen eine bestätigte SARS-CoV-2-Infektion vor. Es hatten also rund 5 Prozent der 0–14-Jährigen bis Anfang Juni 2021 nachweislich COVID-19. Zum Teil verliefen diese Infektionen ohne Symptome und auch unbemerkt: Gerade am Anfang der Pandemie wurde deutlich weniger getestet als 2021. Es ist also wahrscheinlich, dass insgesamt mehr Kinder/Jugendliche COVID-19 hatten. Für die Steiermark weist die zuständige Einrichtung AGES zum 22.7.21. 6.468 Kinder/Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr aus, die COVID-19 hatten.

Quelle: https://covid19-dashboard.ages.at/?area=6). Download: 25.08.2021, 10:00.

 

Spitalsaufnahmen

Sicher ist, dass Kinder und Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen meist milder erkranken und wesentlich seltener eine Spitalsbehandlung benötigen. Aber von 1. Februar 2020 bis 31. März 2021 waren immerhin 838 Kinder und Jugendliche (0–19 Jahre) mit einer COVID-19-Infektion in Österreich in Spitalsbehandlung. Bei 455 (54 %) war COVID-19 die Hauptdiagnose (d. h. sie wurden deshalb aufgenommen). Im selben Zeitraum wurden 75 Kinder/Jugendliche (0–19 Jahre) wegen einer akuten COVID-19-Infektion auf einer Intensiv-Station behandelt. Das sind 9 % der wegen COVID-19 ins Spital aufgenommenen Kinder/Jugendlichen.

Von 1. Februar 2020 bis 31. Jänner 2021 (also vor der dritten Welle) wurden in Österreich 51 Fälle des Hyperinflammationssyndroms (PIMS, MIS-C) gemeldet – nach durchgemachter COVID-19-Infektion. 20 dieser PIMS-Fälle (knapp 40%) mussten auf einer Intensivstation behandelt werden, mehrere sogar mit Organersatzverfahren (maschinelle Beatmung, Dialyse, ECMO).

Seit April 2021 werden die COVID-19-Aufnahmen wöchentlich in allen österreichischen Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde abgefragt: Im April 2021 (KW 14 bis KW 17) – nach dem Gipfel der 3. Welle – wurden wöchentlich ca. 15 Kinder/Jugendliche wegen COVID-19 in den Spitälern aufgenommen. 1–3 pro Woche kamen auf die Intensivstation, 3–4 Patient­Innen pro Woche erkrankten in diesem Zeitraum an PIMS.

 

Spitalsaufnahmen-COVID-19

 

Beschwerden

Die Eltern von 778 Kindern/Jugendlichen von 0–14 Jahren mit einer COVID-19-Infektion wurden über die Krankheit befragt: Bei 14% dauerten die Beschwerden 1 Monat an, bei 7,7% 3 Monate. Die Beschwerden umfassten Müdigkeit, Kopfschmerzen, gestörten Geruchs- und Geschmackssinn, Kurzatmigkeit, Konzentrationsprobleme, geringe körperliche Be­last­barkeit u.v.m. Die Eltern gaben an, dass diese Beschwerden im Zusammenhang mit der Infektion zustande kamen. Eine Abgrenzung gegenüber Beschwerden wegen anderen Ursachen (z. B. Masken-Tragen, Absonderung) ist jedoch in vielen Fällen schwierig. 6 Todesfälle wegen COVID-19 bei Kindern/Jugendlichen (alle im Alter von 10 bis 18 Jahren) sind bisher in Österreich gemeldet worden. Alle hatten schwere Grunderkrankungen.

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